Der Weg von Arniston, die Entfernung beträgt ca. 120 Kilometer, ist Swellendam ebenfalls sehr gut zu erreichen. Zunächst einmal geht es wieder die R 316 zurück, dann auf die R 319 (bereits ab hier sehr gut ausgeschildert), die nach ca. 75 Kilometern auf die N 2 trifft. Hier biegt man rechts ab und erreicht nach ca. 10 Kilometern den Ortseingang des historischen Städtchens, dann links abbiegen und der Ortskern ist erreicht.
Für den erstmaligen Besuch des Ortes bietet sich an, zunächst einmal das Touristenbüro aufzusuchen:
Die eigentliche Attraktion und die Hauptsehenswürdigkeit Swellendams ist der Drostdy Museums Komplex in der
Swellengrebel Street Nr. 18 aus dem Jahre 1747. Eines der historischen Gebäude war damals offizielle Residenz
und Sitz des Magistrats. Seit 1943 ist der Komplex im historischen Kern Swellendams Sitz des örtlichen Museums.
Hier wird die typische Lebensweise der Bewohner der Kapregion des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts originalgetreu
und sehr anschaulich dargestellt.
Das secratarys house, das wagon house und Drostdy canal sind nicht nur die ältesten Gebäude des Ortes, sondern auch
die Ältesten im gesamten Tal.
Der Museumskomplex besteht nicht nur aus Gebäuden, sondern auch aus einem Open-Air-Bereich, in dem alte Fahrzeuge,
Werkstätten, Werkzeuge und Küchenutensilien aus der historischen Zeit ausgestellt sind.
Auch alte Handwerksbetriebe (Wagenmacher, Schmiede, Gerber usw.) und deren Künste und Werkzeuge werden gezeigt.
Zusätzlich gibt es Wasser- und Pferdemühlen, alles wunderbar restauriert, originalgetreu zu bewundern.
Mayville ist ein restauriertes Wohnhaus mit einem für die damalige Zeit typischen Rosengarten, die im Herbst,
also zum deutschen Frühling herrlich erblühen.
Auch für das leibliche Wohl wird im Drostdy Museum gesorgt. Es gibt einen Restaurationsbetrieb, in dem es vom selbstgebackenen
Brot bis hin zu einem schönen guten Castle-Bier alles gibt. Auch die Speisekarte ist sehr umfangreich und die Menüs sehr üppig.
Die Inhaberin spricht übrigens sehr gut deutsch, so man hier auch einen schönen Plausch halten und interessante Dinge über den Ort
und seine Bewohner erfahren kann.
Sehr interessant auch die drei Kirchen Swellendams, die allesamt in der Voortrek Street liegen:
die christliche Kirche, ebenfalls aus dem Jahre 1911 im neuromanischen und neugotischem Stil sowie
die Old St. Lukas Kirche, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts und heute Heimat der apostolischen Kirche.
Das Oefeningshuis, heute ist hier das Tourismusbüro (Anschrift s. o.) untergebracht, war früher ein Ort und Schule der friedlichen Hingebung. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1838. Zanddrift ist eine heute restaurierte und für Besucher geöffnete Farm im kapholländischen Stil in der Nähe von Bonnievale. Hier gibt es ebenfalls ein Restaurant.
Schönes Kunsthandwerk im afrikanischen Stil gibt es in der Old Mill Art Gallery (241 Voortrek Road), einer schön restaurierten Mühle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit heute angeschlossenem Restaurations- und Übernachtungsbetrieb.
Im ebenfalls an der Voortrek Street gelegenen „Penny Lane“ kann man original afrikanische Lederwaren, Kunsthandwerk und Liköre aus südafrikanischen Beeren erwerben.
Entlang der Hauptstraße Swellendams gibt es weitere Restaurants, Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten. Durchaus empfehlenswert für eine Übernachtung (insgesamt 7 Zimmer), oder einfach nur ein Abendessen, welches übrigens ganz hervorragend und auch sehr reichlich ist:
Etwas oberhalb der Drostdy Street gibt es einen Campground, der auch sog. Chalets, kleine Wochenendhäuser mit bis zu zwei Zimmern, zu zivilen Preisen vermietet. Die Unterkünfte sind relativ einfach, aber sehr sauber und gemütlich.
Weitere Unterkunftsmöglichkeiten können beim Tourism Bureau (Anschrift s. o.) erfragt werden.
Nicht weit entfernt von Swellendam und südlich der N 2 befindet sich der
der eine Größe von rd. 3.280 Hektar hat und zu den South African National Parks gehört.
Dieser Park ist natürlich, wie der Name ja auch schon sagt, für seine große Anzahl von Buntböcken bekannt. Aber auch graue Rehböcke und das Kapzebra kommen hier vor.
Erwähnenswert aber auch die über 190 Vogelarten, die hier vorkommen. Der Park, der ganzjährig von 07.00 Uhr morgens bis abends 19.00 Uhr (Sommer) bzw. 18.00 Uhr (Winter) geöffnet ist, ist ein unbedingtes Muß für Naturliebhaber. Durch den NP fließt der Breede River, in dem Angeln und Schwimmen möglich ist.
Für Wanderer stehen zwei ausgeschilderte Tagesrouten zur Verfügung. Im Park gibt es ebenfalls wieder die Möglichkeit, auf einem Campingplatz oder in vorhandenen Chalets zu nächtigen. Ein Lebensmittelgeschäft, Parkplätze und Grill- und Picknickplatz sind ebenfalls vorhanden.
Abschließend möchte ich die wirklich unterhaltsamen und schönen Hausbootfahrten auf dem Breede River erwähnen. Es werden z. B. Touren
mit Brunch angeboten. Unterwegs ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, die engen Bergeinschnitte des Flusstales mit einem Kajak
zu erkunden. Ein wirklich tolles Erlebnis abseits der Touristenpfade. Auskünfte hierzu erteilt das Tourismus-Büro in der Voortrek-Street.
Viel Vergnügen bei einem Abstecher nach Swellendam wünschen die Betreiber der Seite